Förderprojekte

Ausstellungen

Ansichtssache – Anziehsache. Kleidung in Karikaturen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts

Datum: 15.01. - 11.09.2016

Ort: Levi-Strauss-Museum, Buttenheim


Kleider machen Leute! …aber was eigentlich? Kleider machen Leute hübsch? Oder wichtig? Lächerlich? Auf jeden Fall machen Kleider Leute kenntlich.
Das haben auch die Zeichner der großen und kleinen Karikaturenzeitschrift des 19. und 20. Jahrhunderts (von denen Simplicissimus, Le Caricature und Punch nur die bekanntesten sind) erkannt. Anhand der Kleidung werden die individuellen Eigenheiten von Personen überspitzt und ins Lächerliche gezogen. Gleichzeitig lässt sich auch die Entwicklung der einzelnen Modestile und manchmal gar der ganzen Gesellschaft gut erkennen. Nicht nur Frauenhose, Matrosenanzug, Badekleidung oder Abendrobe treten in den Karikaturen auf - auch die Entwicklung von Bärten oder Hüten zeigt sich in den Spottbildern.

Die Ausstellung wurde in einem von Prof. Dr. Markus Behmer und Michael Wild geleiteten Masterseminar am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Bamberg vorbereitet. Bei Exkursionen in Archive, die von der Ludwig-Delp-Stiftung gefördert wurden, konnten hunderte von Zeichnungen aus verschiedenen v.a. deutschen, aber auch englischen und französischen Karikaturenzeitschriften „aufgestöbert“ werden. In enger Kooperation mit dem Levi-Strauss-Museum wurde eine Auswahl von knapp 100 Zeichnungen aufbereitet, eingeordnet, kommentiert. So entstand ein informativer und vor allem auch unterhaltsamer kleiner Abriss der Modeentwicklung über rund 100 Jahre in der spöttisch-kritischen Sicht der Zeichner. Gleichzeitig ermöglicht die Ausstellung Einblicke in ein Pressegenre, das es heute kaum mehr gibt: illustrierte Witzblätter und politisch-gesellschaftliche Karikaturenmagazine.

 

IllustriertenIkonen

Datum: 19. November 2015 bis 11. Januar 2016

Ort: Universitätsbibliothek Erfurt
Veranstalter: Prof. Dr. Patrick Rössler, Universität Erfurt


Die Ausstellung präsentiert herausragende Beispiele aus der Geschichte der illustrierten Massenpresse in der Zeit zwischen den Kriegen. Dabei stehen 100 aussagekräftige Exponate für Heftmagazine ebenso wie für Avantgarde-Zeitschriften, thematisch spannt sich der Bogen von Politik und Propaganda über Frauen- und Modezeitschriften, Lifestyle-Blätter Sport, Film oder Erotik bis hin zu der Fachpresse für Design und Werbung.

„Bei der Auswahl haben wir darauf geachtet, inhaltlich oder gestalterisch außergewöhnliche Exemplare auszusuchen, die man als die Schlüsselwerke des Genres bezeichnen kann“, erläutert Patrick Rössler, Kurator der Ausstellung und Professor für Kommunikationswissenschaft an der Uni Erfurt. Das Ergebnis ist eine Sammlung von Illustriertenikonen als Panorama herausragender publizistischer Erzeugnisse, wie es bislang in keiner deutschen Bibliothek verfügbar ist: eine Referenzsammlung für ein zentrales Kulturgut der Pressegeschichte. Denn die illustrierte Massenpresse besaß in der Zwischenkriegszeit eine essentielle Bedeutung für jenen medialen Umbruch, der im Rückblick als „iconic turn“ bezeichnet wird. Dieser Visualisierungsschub, der in der Weimarer Republik einsetzte, wurde maßgeblich vom Stummfilm und von den Bilderblättern getragen, den beiden damals maßgeblichen Bildmedien mit hoher Publikumsresonanz.

Die 100 Beispiele in der nun gezeigten Ausstellung „IllustriertenIkonen“ erregten nicht nur in ihrer Zeit Aufsehen, sondern sind bis heute Klassiker, die nicht nur die Breite und Vielfalt der Medienlandschaft jener Epoche verdeutlichen, sondern gleichzeitig die wichtigen Diskursfelder markieren, die das Medium durch seine Bildberichterstattung mit prägte.

Zur Ausstellung erscheint eine illustrierte Katalogbroschüre, die alle 100 ausgewählten Illustrierten farbig abbildet und deren Bedeutung in kurzen Texten veranschaulicht. Ausstellung und Broschüre begleiten die Jahrestagung 2015 der Fachgruppe „Visuelle Kommunikation“ der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikations­wissenschaft in Erfurt. 

LEBENSRÄUME

Datum: 10. Juni bis zum 22. Juli 2015 

Ort: Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Kuratorin: Dr. Kristina Wied

Eine Ausstellung studentischer Foto-Serien mit einem umfassenden Katalog, erschienen in der Bamberg University Press


Das Institut für Kommunikationswissenschaft der Otto-Friedrich-Universität Bamberg zeigt ausgewählte studentische Foto-Serien in der Ausstellung „Lebensräume“. Zu sehen sind beispielsweise Foto-Projekte zum Lebensraum Bett, in dem wir Menschen knapp ein Drittel unseres Lebens verbringen, und zum Lebensraum Toilette, der ansonsten zur geschützten Intimsphäre eines Menschen gehört. Weiterhin wird thematisiert, welche Einschränkungen der Lebensraum eines Menschen im hohen Alter erfährt, wie der Mensch natürliche Lebensräume zerstört, und welche Lebensräume Tieren zur Verfügung stehen. Ergänzend zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit weiterführenden Informationen. 

Die gezeigten Foto-Projekte sind in der praktischen Übung „Fotos im Journalismus“ im Sommersemester 2014 entstanden, die von Dr. Kristina Wied geleitet wurde. Kurse mit diesem Titel bietet die Bamberger Kommunikationswissenschaft seit 2011 an. Hierin erlernen die Studierenden, was Fotos im Journalismus leisten können, wie ein gutes Bild aufgebaut ist, nach welchen Kriterien Fotos für journalistische Produkte ausgewählt und wie Fotos geplant, digital erstellt und bearbeitet werden. Auch Regeln für Bildtexte werden behandelt. In mehreren Vorbereitungsaufgaben trainieren die Studierenden praktisch, was vorab theoretisch durchgearbeitet wurde – immer mit Blick auf den Abschluss der Übung, bei dem jeder Studierende dann weitgehend eigenständig ein Foto-Projekt umsetzt. Studentische Lehr-Lern-Projekte wie dieses fördern die eigenverantwortliche Kompetenzentwicklung der Studierenden, denn auf diese Weise werden Elemente beruflichen Entscheidungshandelns in die Hochschule geholt. Erlernte Strategien können so später auf Aufgaben in der Praxis angewendet werden.

Die Bilder des Tonfilms

Datum: 25. Juni bis 31. August 2014

Ort: Universitätsbibliothek Erfurt 

Veranstalter: Prof. Dr. Patrick Rössler, Universität Erfurt

 

Die Kultfilme der 1950er-Jahre stellen die Wurzeln unserer heutigen Populärkultur dar und waren damals in Deutschland so schillernd wie das Hollywood von heute. Studierenden von Universität und Fachhochschule Erfurt ist es ein Anliegen, dass die Anfänge des Tonfilms als eine der wichtigsten Epochen der Filmgeschichte nicht in Vergessenheit geraten. Gemeinsam entwickelten sie deshalb unter Anleitung des Kommunikationswissenschaftlers Prof. Dr. Patrick Rössler die Ausstellung „Die Bilder des Tonfilms“, die vom 25. Juni bis 31. August in der Universitätsbibliothek Erfurt zu sehen sein wird.

Bei einem Rendezvous mit Marlene Dietrich, Marylin Monroe, James Dean und anderen Leinwandgrößen können die Besucher der Ausstellung dabei von Studierenden kreativ in Szene gesetzte Originalfilmprogramme der 50er-Jahre neu entdecken. Die populären Begleithefte waren damals zu jedem bedeutenden Kinofilm an den Kinokassen erhältlich. Darüber hinaus werden in der Ausstellung Filmplakate der 50er-Jahre, Originalfilmzeitschriften und viele interessante Hintergrundinformationen zum Film jener Zeit präsentiert.